Was sich geändert hat  

Dem einen oder anderen wird es entgangen sein , aber dieser kleine Betrieb besteht nun schon seit 1996. Es ist also an der Zeit mal in die Zukunft zu sehen und sich am Markt etwas neu zu positionieren. Sicher ist: Die Binnenkonjunktur ist und bleibt gelähmt. Ein Licht am Ende des Tunnels ist derzeit nicht erkennbar. Einige Mitbewerber versuchen die Flucht nach vorn und wollen oder müssen ( gezwungen von Ihrem Fahrzeughersteller ) immer größer und toller werden. Autohausglaspaläste mit 90 % und mehr Fremdkapital schießen noch heute wie Pilze aus dem Boden. Wollen wir für deren Betreiber mal hoffen das die potentiellen Kunden für solche Servicetempel sich exponential vermehren. ( Bei der derzeitigen Verteilung des Geldes in der Bevölkerung wohl eher unwahrscheinlich ) 

Eine langfristige Planung für eine Reparaturwerkstatt ist nicht möglich , da niemand wissen kann was die Zukunft bringt. Deshalb kein Fremdkapitaleinsatz, Kosten senken und somit Spielraum für neue Betätigungsfelder eröffnen. Erschwerend kommt hinzu das die neuesten Fahrzeuge durch den Hersteller so gewinnorientiert  konzipiert sind, das sich Reparaturen nur durch den Austausch ganzer Module bewerkstelligen lassen. Der hohe Kunststoffanteil im Fahrzeug hat auch nichts mit Gewichtsersparnis zu tun, sondern mit Gewinnmaximierung beim Hersteller. Bei solchen Plastikboliden bekommt jeder gute Mechaniker allein vom Blick unter die Motorhaube einen pickeligen Ausschlag.

Mit dem Umzug ab Februar 2006 in ein benachbartes Gebäude haben wir die Möglichkeit geschaffen das Dienstleistungsangebot zu erweitern. Diese neuen Angebote sollen helfen den  Rückgang der Nachfrage an Standardreparaturleistungen einer Autowerkstatt zu kompensieren. Sollte der Plan gelingen, werden einige der bisherigen Tätigkeiten aus der  Angebotspalette verschwinden. Bei diesen neuen Leistungen nimmt der Kunde in der Regel eine etwas längere Anreise gern in Kauf, so das sich unser Aktionsradius erweitert.

Eben alles das was die " Fachmänner " der einschlägigen Reparaturketten nicht können

 

Ergänzung 2010:

Was kann Politik bewirken wenn die Akteure jeglichen Bezug zur Realität verloren haben ?

Die sogenannte Umweltprämie hat überhaupt nichts mit Umweltschutz zu tun . Das Gegenteil wurde erreicht. Sehr gut erhaltene Fahrzeuge wurden verschrottet, und die bereits bestehende Überproduktion an Fahrzeugen wurde mit Steuergeldern subventioniert. Diese " alten "Fahrzeuge zu erhalten währe das Gebot gewesen , denn ein neues Auto zu produzieren belastet die Umwelt erheblich mehr als ein altes aufzubrauchen. Ein Auto erzeugt während der Produktion mehr Schadstoffe als während seiner gesamten Betriebsdauer.

Die Fahrzeughändler überwiegend der Importmarken haben ein nie gekanntes Strohfeuer abgefackelt. In der heimischen Automobilindustrie werden zeitgleich tausende Arbeitsplätze abgebaut. Also was hat es gebracht ?

- Die Werkstätten die nur von der Reparatur leben wurden weiter an die Wand gedrängt und kämpfen ums überleben.

- Die Autohäuser die wirklich sterbenskrank waren krepeln noch 2 Jahre vor sich hin und gehen dann 2012 in die Insolvenz.

- Die Umwelt ist nachhaltig geschädigt worden

- Riesige Werte sind vernichtet worden

 

Die Begleiterscheinungen das "abgewrackte " Fahrzeuge anfangs ohne Umwege in den Gebrauchtwagenhandel oder Export gegangen sind, weil die Fahrzeugbriefe nicht eingezogen wurden konnten die Schriftgelehrten aus Berlin auch nicht vorhersehen. Warum nicht ? Jedes Milchmädchen hat einen besseren Überblick über das Marktgeschehen als unsere hochdotierten Experten.

Seit ewigen Zeiten regeln Angebot und Nachfrage den Markt . Keiner würde etwas produzieren was er niemals verkaufen kann . Die Automobilindustrie wird bereits seit vielen Jahren durch immer strengere Euronormen protegiert nur damit die Fahrzeuge abgesetzt werden. Aber auch da denkt keiner mit , während das älteste G-Kat Fahrzeug eine grüne Plakette bekommt ,gibt es Diesel Fahrzeuge von 2001 die überhaupt keine Plakette erlangen können. Dazwischen liegen ca. 17 Jahre Fortschritt.  Es ist schon unglaublich was der deutsche Michel sich immer unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutzes verkaufen lässt.